Die Kurzfassung
- Alte Update-Befehle wirken nicht mehr: Auf Geräten mit einer 27er-Version funktionieren die bisherigen MDM-Befehle, Aufschübe und Kadenz-Einstellungen für Updates laut Apple nicht mehr.
- Updates laufen jetzt deklarativ: Sie legen Zielversion und Stichtag fest, die Mitarbeitenden sehen die Frist und installieren, wann es ihnen passt.
- Jetzt prüfen: Verteilt Ihre Geräteverwaltung Updates schon auf dem neuen Weg?
- Neu für Macs: App-Kontrolle, Anmeldung mit dem Firmenkonto auch am Sperrbildschirm und eine gebündelte Datenschutzabfrage.
Was sich bei Updates ändert
Bisher haben Geräteverwaltungen Updates über klassische MDM-Befehle gesteuert: Update anstoßen, Status abfragen, Updates per Einschränkung aufschieben. Damit ist Schluss. Laut Apple funktioniert die bisherige Update-Verwaltung in allen 27.0-Betriebssystemen nicht mehr – das betrifft Update-Befehle und -Abfragen, die empfohlene Kadenz sowie Einschränkungen wie Aufschübe und die „Background Security Improvements“. Apple empfiehlt stattdessen die deklarative Update-Verwaltung, die den Mitarbeitenden mehr Transparenz und Kontrolle gibt.
Nutzt Ihre Geräteverwaltung noch die alten Befehle, lassen sich Updates auf Geräten mit macOS 27 oder iOS 27 nicht mehr durchsetzen oder aufschieben. Stellen Sie die Update-Steuerung um, bevor weitere Geräte aktualisieren – und prüfen Sie Geräte, die schon auf 27 laufen.
So laufen Updates mit deklarativer Verwaltung
Zielversion und Stichtag festlegen
Sie bestimmen, auf welche Version die Geräte aktualisieren sollen und bis wann. Der Zeitpunkt gilt in der Ortszeit des Geräts, eine Vorgabe passt also für alle Standorte.
Die Mitarbeitenden sehen die Frist
Das Gerät lädt das Update vor und zeigt den Stichtag in den Einstellungen und als Mitteilung. Je näher er rückt, desto häufiger kommt eine Erinnerung; in den letzten 24 Stunden auch dann, wenn ein Fokus aktiv ist.
Installieren, wann es passt
Bis zum Stichtag entscheidet jede und jeder selbst, wann das Update läuft – etwa in der Mittagspause statt mitten im Termin.
Am Stichtag
Wer bis dahin nicht aktualisiert hat, bekommt das Update trotzdem: Der Mac beendet offene Apps und startet bei Bedarf neu; iPhone und iPad fragen gegebenenfalls nach dem Gerätecode.
Rückmeldung an die Verwaltung
Die Geräte melden ihren Stand zurück. Sie sehen also, wo das Update läuft, wo es abgeschlossen ist und wo es hakt.
Aufschübe gibt es weiterhin: Auf betreuten Geräten lassen sich neue Versionen laut Apple 1 bis 90 Tage zurückhalten, auf dem Mac getrennt für große Upgrades und kleinere Updates. So bleibt Zeit, wichtige Programme zu testen, bevor alle aktualisieren.
Was das für Jamf-Kunden heißt
Jamf hat macOS Golden Gate 27, iOS 27 und die übrigen neuen Versionen ab dem Erscheinungstag unterstützt. In Jamf Pro sind die verwalteten Softwareupdates laut Jamf der empfohlene Weg, Updates zu verteilen; geplante Installationen mit Stichtag laufen dabei über die deklarative Verwaltung. Prüfen Sie vor allem drei Dinge:
- Ältere Update-Vorgaben ablösen: Richtlinien oder Profile, die Updates per Befehl anstoßen oder per Einschränkung aufschieben, wirken auf 27er-Geräten nicht mehr.
- Stichtage planen: mit Puffer und einer kurzen Erklärung für die Mitarbeitenden – Apple sieht dafür in der Update-Vorgabe auch einen Link zu einer eigenen Hinweisseite vor.
- Erst eine Testgruppe: neue Versionen zuerst auf wenigen Geräten, dann für alle.
Was macOS Golden Gate 27 sonst für Unternehmen bringt
- App-Kontrolle: Sie legen fest, welche Apps und Programme – auch Kommandozeilenwerkzeuge – starten dürfen; alles andere blockiert macOS selbst. Verwaltete Apps stehen laut Jamf automatisch auf der Erlaubt-Liste.
- Anmeldung mit dem Firmenkonto überall: Platform Single Sign-on funktioniert jetzt auch beim Entsperren von FileVault, am Sperrbildschirm und im Anmeldefenster – mit mehrstufiger Anmeldung, Mehr-Faktor und QR-Code. Optional lässt sich Touch ID oder die Apple Watch verlangen.
- Eine Datenschutzabfrage statt vieler: Eine gebündelte Abfrage erteilt einer App oder Website die nötigen Berechtigungen in einem Schritt.
- Sauber deinstallieren: Beim Entfernen eines verwalteten Pakets lässt sich festlegen, dass keine Reste zurückbleiben.
- Diagnose aus der Ferne: Protokolle für einen AppleCare-Fall lassen sich auf betreuten Geräten per Verwaltung anstoßen.
- Neue Einschränkungen etwa für Siri AI und Visual Intelligence sowie neue deklarative Vorgaben für VPN und DNS.
Rosetta, die Übersetzungsschicht für ältere Intel-Apps, wird beim Upgrade auf macOS 27 laut Apple nicht automatisch wiederhergestellt. Nutzen Sie noch solche Apps, planen Sie die Neuinstallation von Rosetta mit ein.
Was iOS 27 und iPadOS 27 Neues bringen
- die gebündelte Datenschutzabfrage wie auf dem Mac
- neue Statusmeldungen: Registrierungsart, Lockdown-Modus und ob ein Gerät im Einrichtungsassistenten auf die Verwaltung wartet
- Updates lassen sich auch bei der Neueinrichtung über „Return to Service“ durchsetzen
- neue Einschränkungen für Siri AI und Visual Intelligence
- den neuen Liquid-Glass-Schritt im Einrichtungsassistenten überspringen
Checkliste für das Upgrade
Update-Steuerung umstellen
Alte Update-Vorgaben durch deklarative ersetzen und an einer Testgruppe prüfen.
Wichtige Programme testen
Fachanwendungen, VPN, Sicherheitssoftware und Drucker auf einigen Geräten mit 27 ausprobieren – bei Bedarf mit einem Aufschub Zeit gewinnen.
Intel-Apps und Rosetta klären
Prüfen, ob noch Apps Rosetta brauchen.
Stichtag festlegen und ankündigen
Den Mitarbeitenden kurz erklären, was kommt und bis wann.
Neues bewusst einführen
App-Kontrolle oder die neue Anmeldung erst planen und testen, dann schrittweise aktivieren.
Häufige Fragen
Müssen wir sofort auf macOS 27 und iOS 27 aktualisieren?
Nein. Mit einem Aufschub von bis zu 90 Tagen gewinnen Sie Zeit zum Testen. Wichtig ist, die Update-Steuerung rechtzeitig umzustellen und Sicherheitsupdates zügig einzuspielen.
Was passiert, wenn unsere Verwaltung noch die alten Update-Befehle nutzt?
Auf Geräten mit einer 27er-Version wirken sie laut Apple nicht mehr: Updates lassen sich dann weder durchsetzen noch aufschieben.
Unterstützt Jamf macOS 27 und iOS 27?
Ja. Jamf hat am 14. September 2026 die Unterstützung ab dem Erscheinungstag bekanntgegeben – für macOS Golden Gate 27, iOS 27, iPadOS 27, tvOS 27, visionOS 27 und watchOS 27.
Gilt das auch für private iPhones im Unternehmen?
Aufschübe setzen laut Apple betreute Geräte voraus, und private iPhones sind nicht betreut. Wie weit die Firma Updates dort steuern kann, hängt von der Registrierungsart ab. Was sie auf privaten iPhones kann, erklärt unser Ratgeber BYOD: Was sieht die Firma?
Quellen
- Apple: Neu für Unternehmen in macOS Golden Gate 27 (öffnet neues Fenster)
- Apple: Neu für Unternehmen in iOS 27 (öffnet neues Fenster)
- Apple: Softwareupdates für Apple-Geräte installieren und durchsetzen (öffnet neues Fenster)
- Jamf: Unterstützung für OS 27 ab dem ersten Tag (Pressemitteilung, 14.09.2026) (öffnet neues Fenster)
- Jamf: OS 27 – das Wichtigste für Administratoren (öffnet neues Fenster)
- Jamf: Verwaltete Softwareupdates in Jamf Pro (öffnet neues Fenster)